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Revolutionärer 1. Mai 2010 in Karlsruhe

An der ersten revolutionären 1. Mai Demonstration in Karlsruhe seit vielen Jahren beteiligten sich am Samstag über 600 Menschen. Die Demo wurde von den VeranstalterInnen nach permanenten Polizeiprovokationen vorzeitig abgebrochen und die darauffolgende Spontandemo von der Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen.

Das regionale Bündnis für einen revolutionären 1. Mai hatte bereits zu einem klassenkämpferischen Block auf der 10 Uhr DGB Demo aufgerufen und dort versucht, mit kämpferischen Parolen und Transparenten revolutionäre Inhalte zu vermitteln.
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Um 13 Uhr begann die Auftaktkundgebung der Revolutionären Demo am Wederplatz in der Südstadt mit der Verlesung der Grußworte aus anderen Städten sowie dem Bündnisredebeitrag und einem Beitrag zum Streik der kämpfenden Tekel – ArbeiterInnen in der Türkei.

Bereits als sich die Demo formierte war abzusehen, dass die Polizei an diesem Tag kein Interesse an einem störungsfreien Ablauf der Veranstaltung hatte. So gab es von Anfang an Seitenspalier, TeilnehmerInnen wurden angepöbelt und ein stadtbekannter Polizeibeamter, der nahezu jeden Einsatz eskalieren lässt provozierte permanent die DemonstrantInnen. Dennoch setzte sich die Demo in Bewegung und zog lautstark durch die Südstadt in Richtung Innenstadt. Auf einer stark frequentierten Kreuzung Kriegstraße/Rüppurerstraße entschieden sich die meisten DemonstrantInnen stehen zu bleiben und forderten die Polizei auf, sich zurückzuziehen. Dies konnte zwar letztlich nicht durchgesetzt werden, dennoch versicherte die Einsatzleitung auf Abstand zu bleiben, weshalb die Demo fortgesetzt wurde. Als die Demo aber den Marktplatz erreichte, befanden sich bereits soviele PolizistInnen um die Demo herum, sodass keinerlei Außenwirkung mehr erreicht werden konnte und PassantInnen sofort abgeschreckt wurden. Erneut blieb die Demospitze auf der zentralen Straba-Kreuzung auf der Kaiserstraße stehen. An dieser Stelle wurde dann spontan die Abschlusskundgebung abgehalten und die Versammlung nach Drohungen der Polizei aufgelöst.
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Viele TeilnehmerInnen entschlossen sich aufgrund der erzwungenen Demoverkürzung zu einer Spontandemo die sehr kraftvoll in Richtung Kongresszentrum zog. Dort angekommen griffen einzelne Polizeibeamte die Demo mit Pfeffer und Schlagstöcken an und ein dort eingetroffenes BFE machte seinem Namen alle Ehre. Eine Kesselung wurde jedoch wieder aufgehoben und die Leute konnten ohne weitere Probleme den Festplatz verlassen. Erschreckend waren an dieser Stelle noch die geäußerten Vernichtungsphantasien eines Staatsschutzbeamten gegenüber einem Teilnehmer, die auf eine dem Nationalsozialismus nahestehende Geisteshaltung dieses Mannes schließen lässt.

Es bleibt abzuwarten, ob die Polizei ihr versammlungsfeindliches Verhalten fortsetzt – bereits am nächsten Samstag findet die zentrale Demonstration gegen Abschiebungen von Baden Airpark in Karlsruhe statt.

[Gepostet auf linksunten.indymedia.org am 02.05.2010: http://linksunten.indymedia.org/de/node/19859]
Weiterer Indymedia-Artikel zur 1. Mai Demonstration in Karlsruhe mit Bildern: http://linksunten.indymedia.org/de/node/19832

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Alle nach Karlsruhe!

Alle nach Karlsruhe!

Zugtreffpunkte …

Hier kurz vor dem Wochenende noch einige bekannte Zugtreffpunkte. Um Ergänzung wird gebeten.

Saarbrücken Hbf: 09:50 Uhr
St.Ingbert Bhf: 10:00 Uhr
Offenburg Bhf: 10:45 Uhr, Gleis 6
Achern Bhf: 11:00 Uhr
Bühl Bhf: 11:00 Uhr
Mannheim Hbhf: 11:29 Uhr, Gleis 9, (S-Bahn über HD)
Heidelberg Hbhf: 11:20 Uhr (pünktlich)
Neustadt/Weinstraße Hbhf: 11:45 Uhr

Wir sehen uns am Samstag!

Kämpfen in der Krise – Kapitalismus überwinden!

Die aktuelle Krise ist kein Unfall des Kapitalismus, sondern die logische Konsequenz des Systems. Der Kapitalismus bleibt eine Wettbewerbs- und Profitwirtschaft, und bedingt als solche den Wohlstand Weniger auf Kosten der Armut und Ausgrenzung Vieler. Um die Verbesserung unserer Lebensbedingungen selbst in die Hand zu nehmen, stehen uns zahlreiche Instrumente zur Verfügung: Von Streiks über Bossnapping bis hin zu Fabrikbesetzungen und der kollektiven Organisation der Produktion. Entscheidend dabei sind politische Kämpfe und Streiks – nicht nur für Löhne, sondern auch für soziale Rechte! “Kämpfen in der Krise“ heißt für uns auch Ziele zu formulieren und Praxen zu entwickeln, die den kapitalistischen Prinzipien widersprechen und über die Ideologie der Profitwirtschaft hinausreichen. Mit einem System, in dem sich die Menschen an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren müssen – und nicht die Wirtschaft an den Bedürfnissen der Menschen – kann es keinen Frieden geben. Ein anderes System ist keine Utopie, sondern kann in unseren Kämpfen reale Gestalt annehmen. Gerade in der Krise treten die Widersprüche des Kapitalismus besonders deutlich hervor.
Gerade jetzt ist es an uns revolutionäre Perspektiven aufzuzeigen!
Beteiligt Euch an der revolutionären 1.Mai Demonstration in Karlsruhe!

Für starke soziale Kämpfe!
Kapitalismus überwinden!
Soziale Revolution jetzt!